Reproductive Matters

15.06.–18.08.24

Lucy Beech, Zuzanna Czebatul, Julia Lübbecke, Ana Navas, Daniel Poller

Ausstellungsansicht Reproductive Matters KH Künstler:innenhaus Bremen, 2024. Foto: Fred Dott

Ausstellungsansicht Reproductive Matters KH Künstler:innenhaus Bremen, 2024. Foto: Fred Dott

Zuzanna Czebatul A Trillion Threads Still Weaving (Red Sock), 2023, Installationsansicht Reproductive Matters KH Künstler:innenhaus Bremen 2024,
Courtesy Zuzanna Czebatul and sans titre, Paris. Foto: Fred Dott

Daniel Poller Frankfurter Kopien, 2022, Installationsansicht Reproductive Matters
KH Künstler:innenhaus Bremen 2024, Courtesy Daniel Poller, VG Bildkunst Bonn 2024. Foto: Fred Dott

Lucy Beech, Reproductive Exile (still), 2018-2023
4K video, 30 min with stereo sound

Courtesy the artist Lucy Beech, De La Warr Pavilion, Tramway Glasgow and The Liverpool Biennial

Eröffnung: Freitag, 14.06., 19 Uhr

Die Gruppenausstellung Reproductive Matters [dt. Reproduktionsfragen] nimmt den Begriff der Reproduktion zum Ausgangspunkt, um anhand von fünf künstlerischen Positionen über seine vielfältigen Bedeutungen und deren Überschneidungen zu reflektieren.
Ana Navas thematisiert in ihren Skulpturen die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte von Design- und Kunstobjekten anhand von Ideen der Zugänglichkeit, Kommodifizierung, Imitation und Aneignung. In den Wandteppichen von Zuzanna Czebatul reproduziert die Künstlerin Auszüge historischer Wandteppiche nach Bildern aus Büchern oder dem Internet. Die Ausschnitte verweisen auf die verborgenen machtpolitischen Bedeutungen kultureller Symbole. Daniel Poller reflektiert in seiner fotografischen Praxis Momente der Geschichtsschreibung im öffentlichen Raum mit besonderem Fokus auf die Rekonstruktion historischer Gebäude. Julia Lübbecke setzt sich in ihrer Installation mit den materiellen Qualitäten politischer Archive auseinander. Reproduzieren die Archive die Verhältnisse, die sie repräsentieren? Der Film von Lucy Beech erforscht die Erfahrungen von Anwendern biomedizinischer Medikamente in der kommerziellen Leihmutterschaftsindustrie und behandelt Themen wie Intimität, Medikamente zwischen den Geschlechtern und die Umverteilung reproduktiver Arbeit.
Die ausgewählten Werke beleuchten verschiedene Aspekte der Reproduktion – sei es das Verhältnis von Original und Kopie mit den impliziten Wertzuschreibungen oder die Mittel der menschlichen und sozialen Reproduktion.

Kuratiert von Nadja Quante
Die Ausstellung wurde in Dialog mit Anna Voswinckel entwickelt

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